Tumorstammzellen

Prof. Dr. Christiane Bruns

Wissenschaftlicher Schwerpunkt der Arbeitsgruppe ist die zell- und molekularbiologische Forschung zur Tumorangiogenese, Metastasierung und Therapieresistenz in unterschiedlichen soliden Tumorsystemen. Daraus entwickelte sich der Forschungsbereich Tumorstammzellen in soliden Tumoren mit Identifikation anhand von miRNA-Profilen, genomischen und proteomischen Analysen, zellbiologischen Funktionsanalysen sowie molekularbiologischen Pathway-Analysen, insbesondere Stammzell- und EMT-assoziierten Pathways. Hinter den genannten Forschungsschwerpunkten stehen genomische und proteomische in vitro und in vivo Analysen von verschiedenen Tumorzelllinien oder Tumorpräparaten zum Thema Angiogenese- und Metastasen-assoziierter Gene/Proteine, Identifikation von Tumorstammzellen und Stammzell-Signaltransduktionswegen, Analysen von Therapieresistenz-Mechanismen in Tumorzelllinien sowie tierexperimentelle Ansätze zur „targeted therapy“ bei soliden Tumoren des Gastrointestinaltrakts wie Pankreaskarzinomen, hepatozellulären und cholangiozelluläten Karzinom, Magen-/ Ösophaguskarzinomen sowie kolorektalen Karzinomen. Zu „targeted therapy“ zählen auch moderne Therapiestrategien wie stammzell-basierte promoter-gesteuerte Suicid-Gentherapien mit begleitendem molekularen Imaging, die in verschiedenen Tiermodellen (murines Pankreaskarzinom, humanes hepatozelluläres Karzinom) angewendet wurden.

Unsere generelle wissenschaftliche Ausrichtung in der Zukunft wird sein:

  1. nach Identifikation von Prognose- und Resistenzmarkern aus Patientenmaterial bei soliden Tumoren eine individualisierte, zielgerichtete Therapie zu entwickeln, wobei sowohl die Tumorzelle als auch das Tumor-Environment als therapeutische Zielstruktur avisiert werden
  2. im Bereich Tumorstammzellen der Ausbau der zell- und molekularbiologischen Forschung zur Bedeutung von Tumorstammzellen für Metastasierung und Therapieresistenz in soliden Tumorsystemen sowie basierend darauf möglicherweise die Entwicklung einer zielgerichteten Therapie gegen Tumorstammzellen


Die eng miteinander verbundenen Forschungsbereiche Tumorangiogenese, Metastasierung, Therapieresistenz und Tumorstammzellen lassen sich aus dem Bereich der soliden GI-Tumore auf das Gebiet der Weichteiltumore und beispielsweise Peritonealkarzinose sowohl auf basiswissenschaftlicher als auch klinischer Ebene im Sinne translationaler Forschung übertragen.

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